St. Katharina Schützenbruderschaft Niederaußem
 

Einblicke in die Geschichte der Niederaußemer Bruderschaft

Wussten Sie schon, dass…

… unsere Bruderschaft mit dem Gründungsjahr 1444 zu den ältesten Bruderschaften im Rhein-Erft-Kreis gehört? Eine Zeit, in der Johannes Gutenberg die beweglichen Lettern für den Buchdruck erfand und Friedrich III. römisch-deutscher König war. Unsere Pfarrkirche St. Johann Baptist stand schon etwa 100 Jahre und Niederaußem wuchs von einem Weiler, einer Siedlung mit wenigen Gebäuden, zu einem beachtlichen Bauerndorf heran.

… Frauen und Männer von Beginn an gleichberechtigte MitbegründerInnen unserer Bruderschaft waren – und dies bis heute ein tragendes Fundament unserer Schützengemeinschaft darstellt.

… die große Königskette, die der amtierende Schützenkönig oder die Schützenkönigin trägt, aus dem Jahre 1703 stammt? Mit der Königskette werden die Majestäten zu Beginn des Schützenfestes gekrönt und haben dann die Aufgabe, die Kette mit einer Silberplakette zu erweitern, bevor sie weitergegeben wird. Das älteste Königschild ist auf das Jahr 1768 datiert, damals war Hermanus Siepen Schützenkönig.

… Ende des 19. Jahrhunderts „Ohm“ und „Anker“ die Maßeinheit für das Festbier auf unserem Schützenfest war? „Ohm“ leitet sich vom lateinischen "ama", Eimer, ab und war eine geläufige Volumeneinheit zur Bemessung von Flüssigkeiten. Bezahlt wurden Wein und Bier mit Talern und Silbergroschen.

… im Jahre 1870 die Anschaffung unseres großen Schellenbaums 30 Taler gekostet hat? Der Schellenbaum ist ein mit Schellen und Glocken versehenes Rassel- oder Klingelinstrument, das heute noch in Paraden und Festzügen als repräsentative Standarte verwendet wird. Beim Marschieren schwingen diese rhythmisch mit. Das Aussehen des Schellenbaums ist in der Regel durch einen „Halbmond“ geprägt, daher wird er auch als „Mohammedsfahne“ bezeichnet. Der Schellenbaum etablierte sich zur Zeit der Türkenkriege in Regimenten und später auch in Musikcorps und Spielmannszügen.

… unser Schützensilber sogar die Kriegswirren überstand? Es war unter einer Kartoffelkiste vor dem Naziregime und den Besatzungsmächten verborgen. Das Schützensilber, der kleine „Silberschatz“ der Bruderschaft, diente auch als Kapitalanlage, um zum Beispiel die Bevölkerung in Notzeiten zu unterstützen.

… unser Schützenhaus auf der Holtroperstraße in den frühen Achtzigerjahren in kompletter Eigenleistung erbaut wurde? Für die Schützen ist es ein wichtiger Ort der Begegnung und des Austauschs. Um aktuelle Themen zu diskutieren, aber natürlich auch, um Feste zu feiern. Das Schützenhaus kann für private oder geschäftliche Feiern gemietet werden und ist der gesamten Bevölkerung zugänglich, was für die Schützenbruderschaft von Beginn an ein wichtiges Anliegen war.

… Sie seit diesem Schützenjahr die Möglichkeit haben, mit ihrem Freundeskreis, Kegelverein, oder Stammtisch einen eigenen Zug unter dem Dach unserer Bruderschaft zu gründen? Ein Novum in unserer 573-jährigen Geschichte, welches 2017 mit einem ersten Zug zum tragen kommt, der sich aus einem Teil unserer Jungschützen gebildet hat.

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